Gelenkchirurgie und Endoprothetik

Die Orthopädie und Unfallchirurgie bietet Ihnen eine umfassende Versorgung bei Verschleißerkrankungen und Sportverletzungen des Hüft-, Knie- und Sprunggelenkes sowie des Beckens. Unser operativer Schwerpunkt des endoprothetischen Gelenkersatzes sowie des Prothesenwechsels ist durch eine persönliche Betreuung, die Verwendung modernster Implantate und die Berücksichtigung neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse gekennzeichnet. In gleicher Weise werden Sie von einem kompetenten Team bei Verletzungen des Kniegelenkes, Hüft- und Sprunggelenkes beraten und wir bieten Ihnen eine Vielzahl von arthroskopischen Operationsverfahren an. Insbesondere die sogenannten Ilio-Sakralgelenke, die die Kopplung zwischen Wirbelsäule und Becken herstellen, sind vielfach Ursache chronischer Schmerzen.

Priv.-Doz. Dr. Jens Dargel

Priv.-Doz. Dr. Jens Dargel

Leiter Schwerpunkt Gelenkchirurgie & Endoprothetik, Leiter Endoprothetikzentrum

Behandlungsschwerpunkte Arthrose von Hüft- und Kniegelenk, Sprunggelenksarthrose sowie Arthroskopische Chirurgie der Gelenke der unteren Extremität

Sprechstunden Dienstag 08:00 - 13:00 Uhr

Poliklinik, Gebäude 43, 1. OG, Lageplan

Telefon
+49 221 478-4652 (Servicecenter)
Dr. Christina Otto-Lambertz

Dr. Christina Otto-Lambertz

Behandlungsschwerpunkte Arthrose von Hüft- und Kniegelenk, Sprunggelenksarthrose sowie Arthroskopische Chirurgie der Gelenke der unteren Extremität

Sprechstunden Dienstag 08:00 - 13:00 Uhr

Poliklinik, Gebäude 43, 1. OG, Lageplan

Telefon
+49 221 478-4652 (Servicecenter)
Gelenkchirurgie

In der Gelenkchirurgie bieten wir Ihnen bei Ihrer Operation ein Höchstmaß an Kompetenz und Qualität gepaart mit modernen geprüften Operationsverfahren. Wir bringen modernste Implantattechnologie zum Einsatz. Dies erreichen wir durch eine Vielzahl externer und interner Fortbildungen und die Anwendung wissenschaftlich basierter und evaluierter Operationsmethoden. Insbesondere profitieren Sie aber auch von unserer interdisziplinären Vernetzung mit unseren internistischen Fachabteilungen (Herzzentrum, Nephrologie, Diabetologie) und den anästhesiologischen Abteilungen (Intensivmedizin, Schmerztherapie), welche Ihnen sowohl vor der Operation, bei der Operation selbst und auch während der Nachbehandlung zur Seite stehen. Hierdurch sind wir in der Lage Ihnen nicht nur die Sicherheit einer maximalen medizinischen Versorgung zu bieten, sondern auch Patientinnen und Patienten mit komplexen Vorerkrankungen kompetent und sicher behandeln zu können.

Endoprothetik

Traditionell kommen Endoprothesen bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, der sogenannten Arthrose zum Einsatz und hierbei insbesondere am Hüft- und Kniegelenk. Wenn alle konservativen Maßnahmen dem Patienten keine Beschwerdeminderung mehr bringen, bleibt oft als einzige Option ein künstlicher Gelenkersatz. Dabei unterscheidet man Prothesen, bei denen nur ein Teil des Gelenks ersetzt wird, von denen, die das gesamte Gelenk umfassen. Welches Implantat für den jeweiligen Patienten das richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab und wird dementsprechend von Fall zu Fall entschieden.

Ein Gelenkersatz ist jedoch nicht nur an diesen großen Gelenken möglich, sondern auch am Sprunggelenk, dem Schultergelenk, dem Ellbogengelenk oder an den Fingergelenken.

Doch nicht nur bei Gelenkverschleiß kommt die Endoprothetik zum Einsatz. Es gibt auch gelenknahe Brüche, bei denen der Einsatz eines Gelenkersatzes Sinn macht, insbesondere wenn eine schnelle Mobilisation des Patienten wichtig ist, zum Beispiel um eine Bettlägerigkeit zu verhindern. Diese Prothesen kommen auch vor allem an Brüchen des Hüftgelenks, aber auch bei Brüchen am Knie oder an der Schulter zum Einsatz.

In all diesen Bereichen verfügen wir durch den Einsatz sowohl bei Arthrose als auch bei Brüchen über eine große Erfahrung.

In unserer Sprechstunde untersuchen und behandeln wir

Degenerative Gelenkerkrankungen (Knie, Hüfte, Sprunggelenk)

Knie

Das Kniegelenk ist neben dem Hüftgelenk ein Gelenk des menschlichen Körpers, das häufig von Arthrose (Gelenkverschleiß) betroffen ist. Neben allen an unserer Klinik vorhandenen Möglichkeiten der konservativen Therapie kommt auch hier die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) zum Einsatz. Dabei kann bei Patienten mit einem beginnenden Verschleiß meist eine deutliche Minderung der Schmerzen erreicht werden. Sollten alle konservativen und minimal-invasiven Verfahren keine Besserung mehr bringen, bleibt häufig das Einsetzen einer Gelenkprothese als einzige Methode übrig. Hierbei werden verschiedene Verfahren eingesetzt, bei denen entweder ein Teil oder aber das gesamte Gelenk ersetzt werden. Ein Navigationscomputer erleichtert uns bei diesen Operationen das exakte Einsetzen der Prothese.

Hüfte

Das Hüftgelenk stellt ebenso wie jedes andere Gelenk im menschlichen Körper einen empfindlichen Mechanismus dar, dessen reibungsloses Funktionieren die Unversehrtheit aller an seinem Aufbau beteiligten Gewebe voraussetzt. Gelenkknorpel, Knochen, Gelenkkapsel, die Gelenkinnenhaut, die Gelenkflüssigkeit und die zugehörigen Nerven und Blutgefäße sowie die Muskulatur müssen gesund und leistungsfähig sein.

Eine erworbene oder angeborene Unterbrechung dieser funktionellen Kette führt fast zwangsläufig zur Erkrankung der Hüftgelenke. Eine typische Folgeerkrankung, die sich nach vorangegangenen Schädigungen am Knorpel des Hüftgelenkes einstellen kann, nennt man Coxarthrose. Sie ist charakterisiert durch die Zerstörung des Gelenkknorpels und die Veränderung der Gelenkinnenhaut.

Für die Therapie dieser Erkrankung stehen uns viele gelenkerhaltende und gelenkersetzende Therapieverfahren zur Verfügung. Exemplarisch genannt seien hier die Hüftgelenksarthroskopie bei Weichteildefekten und kleineren knöchernen Anbauten, die gelenknahen Umstellungsosteotomien bei angeborenen Fehlbildungen und nicht zuletzt das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks bei fortgeschrittener Hüftarthrose ("Endoprothese").

Sprunggelenk

Ebenso kompetent wie die verletzungsbedingten Erkrankungen können auch degenerative Erkrankungen, wie zum Beispiel der vorzeitige Verschleiß des oberen Sprunggelenkes oder Knorpelschäden behandelt werden. Dazu bieten wir von der Sprunggelenksspiegelung (Arthroskopie) bis zur Prothese dieses Gelenks alle Optionen an.

Bei Verschleiß der kleinen Rückfußgelenke können in unserer Klinik auch selektive Versteifungsoperationen mit großer Präzision durchgeführt werden. Des Weiteren verfügen wir über große Erfahrung in der Behandlung von Vorfußdeformitäten, wie zum Beispiel dem Ballenzeh (Hallux valgus), dem Verschleiß im Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus) oder Hammer- und Krallenzehen. Hier steht eine Vielzahl von Operationstechniken zur Verfügung, so dass jede Fehlstellung individuell optimal behandelt werden kann.

Rheumaorthopädie

Die Erkrankungen des sogenannten rheumatischen Formenkreises umfassen Entzündungskrankheiten, welche die Stütz- und Bewegungsorgane befallen. Die rheumatoide Arthritis beziehungsweise chronische Polyarthritis stellt die häufigste Form dar. Eine Entzündung der Gelenkschleimhaut zerstört Gelenke und führt zu schmerzhaften Bewegungs- und Belastungsstörungen, Fehlstellungen und Gelenkinstabilitäten mit sekundären Deformationen.

Die Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen sowie entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen (zum Beispiel Morbus Bechterew, Spondarthritis) erfolgt im Rahmen des rheumaorthopädischen Schwerpunktes unserer Klinik.

Zentraler Bestandteil des Versorgungskonzeptes ist die interdisziplinäre Patientenbetreuung gemeinsam mit den internistischen Rheumatologen. Die notwendige physiotherapeutische, ergotherapeutische und orthopädietechnische Betreuung kann in unserem Hause ebenfalls erfolgen. Die Strukturen der Klinik erlauben es, sämtliche konservativen und operativen Versorgungsmöglichkeiten chronisch entzündlicher Gelenkerkrankungen vom Gelenkersatz über handchirurgische Operationen bis hin zu Korrekturen von entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen anzubieten.

Sportorthopädie

Die Sportorthopädie befasst sich mit Sportverletzungen und Sportschäden und besonders mit deren Vorbeugung. Das Fach deckt damit den orthopädisch-unfallchirurgischen Teil der Sportmedizin ab. Thematisch überschneidet sich die Sportorthopädie mit der Traumatologie, der konservativen Orthopädie und der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie.

Ärzte, Masseure und Physiotherapeuten unserer Klinik sind in ihrer Freizeit aktiv oder auch nebenberuflich beratend in Sportvereinen tätig. Sie betreuen Ringer, Skifahrer, Golfer, Leistungssportler und Freizeitsportler.

Sportorthopädische Schwerpunkte unserer Klinik sind Muskel-, Sehnen-, Bänder-, knorpelige und knöcherne Verletzungen und Schäden an Schulter- und Ellenbogengelenk, an Knie-, Hüft- und Fußgelenken sowie an der Wirbelsäule.

Operative Versorgung

Vor der Operation

Ihr erster Kontakt zu uns wird über unsere Sprechstunde in der Poliklinik Orthopädie zustande kommen. Wird im Rahmen Ihrer Vorstellung eine operative Therapie empfohlen, wird unser Case Management mit Ihnen zeitnah einen Operationstermin vereinbaren. Sie erhalten per Post zudem weitere Informationen über den Ablauf der Operationsvorbereitungen.

Sollten Sie Fragen zur Terminierung Ihrer Operation haben, können Sie sich gerne unter der Telefonnummer +49 221 478-86651 an unser Case Management wenden.

Am Aufnahmetag werden Sie umfassend über den geplanten operativen Eingriff und die Narkose informiert und aufgeklärt. Zudem wird Ihr Operateur die Operation digital mit einer speziellen Software planen, um während der Operation ein Höchstmaß an Sicherheit zur Passgenauigkeit der Implantate gewährleisten zu können. Unsere Stärken sind:

  • Individuelle Therapiekonzepte
  • Ausführliche und kompetente Beratung
  • Umfassende Betreuung durch unser Case Management
  • Digitale Operationsplanung

Während der Operation

Sie werden während der Operation von einem kompetenten Team betreut. Durch die Mitarbeiter der Anästhesie werden neben der eigentlichen Narkose regionale schmerztherapeutische Verfahren angeboten, welche Ihnen nach der Operation die Bewegung und Belastung des Gelenkes erleichtern soll. Das gesamte Operationsteam unterzieht sich einer Vielzahl interner und externer Maßnahmen zur Qualitätskontrolle (Aktion Saubere Hände, BQS, Interner Qualitätsbericht, Critical Incidence Report System), um während der Operation ein Höchstmaß an Sterilität und somit an Infektionsprophylaxe zu betreiben.

Nicht nur primäre Implantationen sondern insbesondere auch Revisionsoperationen bei Implantatversagen von Hüft- und Knieendoprothesen werden mit modernsten Implantaten durchgeführt, die einerseits eine für Sie individuelle Versorgung auch bei komplizierten Ausgangssituationen ermöglichen und anderseits durch eine lange Standzeit ausgezeichnet sind. Die verwendeten Operationsverfahren und Implantate sind wissenschaftlich evaluiert und werden in eigenen Studien kontrolliert und weiterentwickelt. Unmittelbar postoperativ ist durch die enge Vernetzung mit der Intensivmedizin auch bei schweren Vorerkrankungen eine hervorragende Betreuung gewährleistet.

Nach der Operation

Standardmäßig nehmen unsere Patientinnen und Patienten am Fast-Track-Konzept teil, bei dem eine unmittelbar postoperative Frühmobilisation angestrebt wird. Unterstützt durch die Physiotherapeuten der UniReha und der in unserem Haus befindlichen Schmerzklinik, versuchen wir Ihnen eine schnelle und schmerzarme Mobilisation zu ermöglichen. Nach der Operation bieten wir Ihnen über unseren Sozialdienst die Möglichkeit an, die Anschlussrehabilitation sowie die Vorbereitung des häuslichen Umfelds zu organisieren.

Somit wird gesichert, dass Sie sich sorglos bis zur vollständigen Wiederherstellung Ihrer Mobilität von der Operation erholen können. Zudem stehen Ihnen unsere Mitarbeiter der Ergotherapie gerne zur Verfügung, um Bewegungsabläufe und Verhaltensregeln nach der Operation zu erlernen und umzusetzen. Eine weitere optimale Anbindung ergibt sich durch die im Hause befindliche UniReha, in welcher wir unsere Patientinnen und Patienten nahtlos einer ambulanten Rehabilitation zuführen können. Nach der Rehabilitation würden wir uns freuen, Sie in weiteren Verlaufskontrollen im Rahmen unserer Sprechstunden noch einmal sehen zu dürfen.

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